Geschichte
„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.“ August Bebel
Das Fach Geschichte leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Orientierung junger Menschen in einer zunehmend komplexen Welt. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen lernen, verantwortungsvoll mit Geschichte umzugehen, um gegenwärtige gesellschaftliche und politische Entwicklungen einzuordnen, besser zu verstehen und zu hinterfragen. Kritisches Denken, Perspektivübernahme und der gewissenhafte Umgang mit Informationen sind dabei zentrale Kompetenzen, die über die Schule hinaus zur aktiven Mitgestaltung einer demokratischen Gesellschaft befähigen.
Das Team der Fachschaft Geschichte setzt sich aus folgenden Kolleginnen und Kollegen zusammen: Juana Hartwig, Robby Krämer, Christopher Müller, Andrea Propst, Maximilian Schild, Julia Sitterli (Fachschaftsleitung), Julia Stahl, Anna Weisheit (LAA) und Dennis Workert.
Der Unterricht beginnt in der Doppeljahrgangsstufe 5/6 mit einer Wochenstunde. In dieser frühen Phase steht die Einführung in das Fach im Vordergrund, gefolgt von Themen wie der Ur- und Frühgeschichte, dem Alten Ägypten, dem Antiken Griechenland und dem Römischen Reich. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein erstes Verständnis und lernen grundlegende Methoden des Faches kennen. In der Doppeljahrgangsstufe 7/8 wird der Unterricht auf zwei Wochenstunden erweitert. Hier findet eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Leben und Herrschen im Mittelalter, dem neuen Denken im 14. und 15. Jahrhundert sowie dem historischen Übergang vom Deutschen Bund zum Deutschen Kaiserreich statt. In der Doppeljahrgangsstufe 9/10 rücken in der einen Wochenstunde zentrale Themen der jüngeren deutschen Geschichte in den Fokus. Genauer behandeln wir den Imperialismus, den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und den Zweiten Weltkrieg. In der Oberstufe wird der Geschichtsunterricht dreistündig erteilt. Dabei knüpfen die Schülerinnen und Schüler an die in der Sekundarstufe I erworbenen Kenntnisse und Methoden an. Die inhaltliche Auseinandersetzung erfolgt in vier zentralen Lernbereichen: Europa auf dem Weg in die Moderne, Nation und nationale Identität, Demokratie und Diktatur sowie Europapolitik und Weltpolitik.
Zur Unterstützung des Unterrichts in den Klassen 5-10 nutzen wir die Lehrwerkreihe Das waren Zeiten des C.C. Buchner Verlags. In den Jahrgängen 5/6 kommt darüber hinaus ein begleitendes Arbeitsheft zum Einsatz. In den Klassen 11/12 arbeiten wir mit dem Lehrbuch Geschichte und Geschehen des Klett Verlags.
Der Geschichtsunterricht an unserem Gymnasium ist durch Anschaulichkeit geprägt. Wann immer es sich anbietet, integrieren wir Exponate und originalgetreue Materialien in den Unterricht. So untersuchen wir beispielsweise Feuersteine aus der Steinzeit, beschreiben Papyrus als antikes Schreibmaterial oder analysieren historische Dokumente, wie originale Passierscheine. Ergänzt wird der Unterricht durch außerschulische Lernorte. Der Besuch einer mittelalterlich geprägten Stadt bildet dabei das praxisnahe Element in der Klassenstufe 7. In Klasse 10 steht die eintägige Projektfahrt zur Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar auf dem Programm. Hier setzen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Erinnerungskultur vor Ort auseinander.
Hervorzuheben sind zudem die einst von Schülern des Gymnasiums gestalteten Ausstellungen. Sehr anschaulich und lehrreich wurden hier Informationen zu den Geschwistern Hans und Sophie Scholl, die als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ für Zivilcourage und Menschlichkeit stehen, und zu dem Namensgeber unserer Schule Herzog Georg II. aufbereitet.




