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Gymnasium Georgianum Hildburghausen

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Gesellschaftswissenschaften

Schaubild GeWi: Kompass für die Gesellschaft

Das Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften (GeWi) für die Klassen 9 und 10 an Thüringer Gymnasien ist ein sehr lebensnahes und dynamisches Fach. Es zeichnet sich vor allem durch einen starken Fokus auf interdisziplinäres, praxisbezogenes Arbeiten, vernetztes Denken und die Ausbildung von Urteilskompetenzen aus. Ziel ist es, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, das Leben als mündige Bürger zu begreifen. An unserer Schule wird das Fach von Frau Probst und Frau Sitterli unterrichtet.

Inhaltlich ist das Fach in fünf vielfältige Module unterteilt, die direkt an die Lebensrealität der Jugendlichen anknüpfen:

  • Gesellschaft denken: Hier geht es um das grundlegende Verständnis von Werten, Normen, Rechten und Pflichten. Themen sind unter anderem der Wandel von Umgangsformen sowie das Zusammenleben verschiedener Generationen und sozialer Gruppen, einschließlich des Lebens mit Behinderung.

  • Wandel der Arbeitswelt: Dieses Modul betrachtet den Stellenwert von Arbeit in der Gesellschaft, diskutiert Veränderungen in der Arbeitswelt und hilft bei der beruflichen Orientierung.

  • Konsumverhalten und Lebensstile: Die Jugendlichen setzen sich kritisch mit der Rolle von Werbung, dem Konsumverhalten und der Nachhaltigkeit auseinander. Verträge und potenzielle Schuldenfallen werden analysiert .

  • Kommunikation im Alltag: Neben klassischen Kommunikationsmodellen, wie dem 4-Ohren-Modell nach Schulz von Thun, stehen die Formen der Kommunikation, die Geschichte der Medien und die Bedeutung von Social Media im Fokus.

  • Individualisierung: Hier steht die persönliche Zukunftsplanung im Mittelpunkt: "Was will ich?" und "Wie finde ich meinen Platz in der Gesellschaft?".

Was GeWi besonders interessant macht:

Der größte Reiz des Faches liegt in seiner starken Handlungsorientierung und Praxisnähe. Abstrakte Themen werden greifbar gemacht:

  • Exkursionen: Die Schüler besuchen im Rahmen des Unterrichts Museen, Supermärkte, lokale Firmen, die Bundesagentur für Arbeit oder höhere Bildungseinrichtungen wie die TU Ilmenau. 

  • Simulationen und Rollenspiele: Komplexe politische und gesellschaftliche Prozesse werden durch Simulationen und Rollenspiele, wie eine Stadtratssitzung oder ein Interview, geübt.

  • Projektarbeit: Schüler arbeiten während des Kurses an verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel “Arbeit im Wandel” und "Blind sein verstehen".

  • hohe Flexibilität: Der Lehrplan im Wahlpflichtfach GeWi ist nicht starr. Lehrkräfte haben die Möglichkeit, spontan aktuelle weltpolitische Ereignisse oder direkte Fragen der Schüler in den Unterricht einzubauen.

  • große Methodenvielfalt: Das Fach ermöglicht den Einsatz vielfältiger Methoden, die wertvoll für den selbständigen Wissenserwerb sind, wie das Auswerten von Statistiken, die Szenariotechnik, das Erstellen von verschiedenen Übersichten, das Visualisieren von Ergebnissen, das Debattieren oder Diskutieren. 

Zusammenfassend ist GeWi ein Unterrichtsfach, das theoretisches Wissen über Gesellschaft, Wirtschaft und Kommunikation direkt mit dem echten Leben, praktischen Erfahrungen und der persönlichen Zukunft der Schüler verknüpft.